DGHT-Pressemitteilung  


(04.01.2016) DGHT begrüßt Beschlagnahmung illegal importierter Chamäleons in Hamm

Zusammenarbeit zwischen Behörden und Privathaltern stärkt seriöse Terraristik

Der aktuelle Fall von ca. 130 beschlagnahmten Individuen von Amphibien und Reptilien im Vorfeld der „Terraristika“ in Hamm zeigt, dass der staatliche Vollzug der artenschutzrechtlichen Vorschriften funktioniert und stärkt die seriöse Terraristik. Der Erfolg der Fahnder kann in diesem Zusammenhang nur begrüßt werden und schreckt hoffentlich Nachahmer ab, so Markus Monzel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT). Die DGHT wendet sich gegen jede Form illegaler Aktivitäten des Tierhandels und Verstößen gegen nationale oder internationale arten- oder tierschutzrechtliche Vorschriften und stellt ihre Expertise bei der Aufklärung solcher Straftaten sowie bei der anschließenden Vermittlung der Tiere zur Verfügung. Die Kontrolldichte gerade im Umfeld der größten und zweifelsohne bekanntesten deutschen Reptilienbörse führt die pauschale Ablehnung solcher Veranstaltungen durch so genannte Tierrechtsorganisationen ad absurdum. An solchen Beispielen wird vielmehr deutlich, dass die Kontrollmechanismen zur Gewährleistung der Einhaltung internationaler Abkommen zu geschützten Arten gerade im Umfeld solch großer Reptilienbörsen greifen. Die Vermittlung der jetzt beschlagnahmten Tiere durch Zoologische Gärten und die DGHT in Abstimmung mit den Zoll- und Artenschutzbehörden zeigt eindrucksvoll, wie ein sinnvolles Zusammenspiel von Vollzugsbehörden, zoologischen Gärten und privaten Exotenhaltern funktioniert, so Nicolá Lutzmann, Vizepräsident der DGHT. Sowohl die Veranstalter von genehmigten Reptilienbörsen wie auch jeder verantwortungsvolle Privathalter haben ein ureigenes Interesse an einer gesetzeskonformen Durchführung von Reptilienmessen wie auch an einer tierschutzgerechten Haltung ihrer Pfleglinge und springen jetzt einmal mehr zur Unterstützung der staatlichen Stellen „in die Bresche“. Wenig glaubwürdig und effektheischend erscheint im vorliegenden Fall dagegen die Aussetzung einer Belohnung (zur Ergreifung der Täter) durch PETA, einer zwielichtigen Organisation, die durch die Tötung tausender angeblich nicht vermittelbarer Tiere in den USA in die Schlagzeilen geraten ist.


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